Eine besondere Begegnung im SeneCura Sozialzentrum Nikitsch schlug kürzlich eine bewegende Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Der Archäologe Martin Auer recherchierte zur Geschichte der von ihm betreuten Ausgrabung in Aguntum und entdeckte im Internet Franz Prascsaits, einst langjähriger Mitarbeiter des Österreichischen Archäologischen Instituts und an Ausgrabungen in Aguntum beteiligt und heute Bewohner des SeneCura Sozialzentrums Nikitsch. Der Fund war Anlass für ein persönliches Treffen der beiden, bei dem ein wertschätzender Austausch von schönen Erinnerungen und spannenden Geschichten stattfand.
Im SeneCura Sozialzentrum Nikitsch kam es kürzlich zu einem ungewöhnlichen Treffen: Der Archäologe Martin Auer, Leiter der Ausgrabungen in Aguntum, stieß im Internet bei einer Recherche zur Geschichte „seiner“ Ausgrabung auf ein Bild von Franz Prascsaits aus einem SeneCura Pressebericht – der Senior hatte jahrelang am Österreichischen Archäologischen Institut in Wien gearbeitet und bei den bedeutenden Ausgrabungen in Osttirol mitgewirkt. Da wünschte sich Martin Auer natürlich ein Treffen mit seinem Vorgänger und kontaktierte kurzerhand das SeneCura Sozialzentrum Nikitsch, um herauszufinden, ob es sich um den richtigen Mann handelt. Und das tat es! Kurzerhand wurde mit tatkräftiger Unterstützung des SeneCura Teams ein Treffen organisiert.
Der Austausch der beiden Männer war geprägt von Herzlichkeit, Respekt und einer tiefen gemeinsamen Leidenschaft für die Archäologie. Gemeinsam betrachteten sie alte Fotografien und Filmaufnahmen – darunter bewegte Bilder, die Franz Prascsaits bei der Arbeit zeigen. „Diese Bilder zu sehen war wie eine Reise zurück in ein Leben voller Neugier, Entdeckungen und Gemeinschaft. Ich hätte nie gedacht, dass unsere Arbeit von damals heute noch solche Bedeutung hat“, zeigte sich der pensionierte Archäologe tief berührt.
Wenn Geschichte lebendig wird
Das Treffen gestaltete sich als Geschichtsseminar der besonderen Art. Martin Auer hatte nicht nur Fotos, sondern auch Filmaufnahmen mitgebracht, auf denen Franz Prascsaits bei seiner damaligen Arbeit zu sehen war. Der Austausch über Grabungstechniken, Fundstücke und gemeinsame Bekannte erfüllte den Raum mit lebendiger Geschichte. „Solche Begegnungen sind von unschätzbarem Wert – nicht nur für unsere Bewohner:innen, sondern auch für die Bewahrung kulturellen Wissens“, betonte Bettina Balogh, die Hausleitung des SeneCura Sozialzentrums Nikitsch. „Wir sehen immer wieder, welch faszinierende Lebensgeschichten unsere Bewohnerinnen und Bewohner mitbringen.“ Die beiden Archäologie-Begeisterten vereinbarten bereits ein Folgetreffen für Juni, bei dem weitere Erinnerungen und Fachgespräche ausgetauscht werden sollen. Eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die beiden Seiten Freude bereitet und wertvolle Erinnerungen bewahrt.